Verfahren zur Herstellung von PET Behältern

Aufgrund seiner hohen Transparenz, Bruchfestigkeit und Formbeständigkeit, hat PET insbesondere in der Verpackungs-industrie eine zunehmende Bedeutung gewonnen. In den Märkten der Getränke-Lebensmittel-, Körperpflege und Chemikalienindustrie werden immer mehr Verpackungen aus PVC, PE, PP, Glass und Aluminium durch PET ersetzt. Auch die Höhe Wirtschaftlichkeit der Wiederverwertung von gebrauchten PET-Verpackung trägt zur dieser positiven Entwicklung bei.

Grundsätzlich werden PET-Behälter in zwei Schritte hergestellt. In einem ersten Schritt werden die Vorformlinge (Preforms) durch Spritzgießverfahren (Injection Moulding) hergestellt und im zweiten Schritt werden diese durch Streckbasen zur Flaschen oder Dosen geformt (Strech-Blow Moulding).
Resin to Preforms (Injection Moulding). Preforms to Bottles (Stretch Blow Moulding).

Prinzipiell unterscheidet man zwischen zweistufige und einstufige Spritz-Streckblasformverfahren bzw. Anlagearten, die sich im Wesentlichen darin unterscheiden, ob die Herstellung der Preforms in die Gesamtproduktionsablauf mit integriert ist oder nicht.

Zweistufiges Spritz-Streckblasformprozess: Weltweit werden runde 80% der PET- Behältern durch dieses Verfahren hergestellt. Zuerst werden die Preforms aufgeheizt und konditioniert und anschließend gereckt, geblasen und zu Hohlkörpern ausgeformt. Das zweistufige Verfahren ist für hohe Ausstoßleistungen geeignet. Dafür werden die auf dem Markt verfügbaren Standard-Preforms eingesetzt.

Blowing Stage

Konventionelles einstufiges Spritz-Streckblasformverfahren: Weltweit werden rund 20% der PET- Behältern durch dieses Verfahren hergestellt und ist für Produktionen mit mittleren Ausstoßleistungen sowie für die Herstellung von Behältern aus Preforms mit variabler Größen sehr geeignet. Das Spritzgießen der Preforms und das Streckblasformen von Hohlkörpern werden nacheinander in derselben Anlage ausgeführt. Der Behälterhersteller ist damit unabhängig von Preforms-Herstellern und deren Normen und kann daher Flaschen und Dosen mit beliebigen formen produzieren.

Einstufige Spritz-Streckblasformmaschinen beinhalten eine Spritzgießstation, eine Streckblasformstation und eine Flaschenausgabenstation. Einige Anlagen werden zusätzlich mit einer Konditionierungsstation ausgerüstet. Zum Transport der Vorformlingen von der Spritzgießstation in die Blasformstation und der ausgeformten Behälter in die Ausgabenstation wird ein Drehtisch gebraucht. Zusätzlich werden Aufspannplaten zur vertikalen bzw. horizontalen Ein-/Ausschließung der Werkezeuge (Spritzgießstation und Streckblasformstation) benötigt.

Conventional Single-stage Machine

 

Vergleich zwischen das zweistufige Spritz-Streckblasformverfahren und das konventionelle einstufiges Spritz-Streckblasformverfahren

Vorteile des konventionellen einstufigen Spritz-Streckblasformverfahren:

  • Niedrige Energieverbrauch: Es liegt daran, dass das Aufheizen und Konditionieren von Vorformlinge nicht notwendig ist und somit wird Energie erspart.
  • Sparen von Preforms-Logistikkosten.
  • Höhere Flexibilität: Geeignet für die Herstellung aller PET-Behälter unabhängig von deren Form und Größe. Die Behälterhersteller sind damit unabhängig von Preforms-Herstellern und deren Normen.
  • höhere Behältertransparenz und Glanz, da die beiden Prozesse nacheinander ablaufen und damit werden mögliche Qualitätsbeeinträchtigungen der Preforms (durch Transport und Lagerung) vermieden.

Vorteile des zweistufigen Spritz-Streckblasformverfahren:

  • Geeignet Für Produktionen mit hohen Ausstoßleistungen

Zusätzlich zu den Vorteilen des konventionellen einstufigen Spritz-Streckblasformverfahren, bietet CYPET-Technologie eine unvergleichbare und vorteilhafte Leistung.